Friday, August 30, 2019

Halls Creek, 30. August - vorläufiges Ende der Zivilisation

Eigentlich nur unserer westlichen Zivilisation, weil wir eben daran gewöhnt sind, festen Strukturen zu folgen. Ab morgen folgen wir einem Track, den andere vorgegeben haben, auf dem wir aber im Wesentlichen auf uns selbst gestellt sind und der nur in der Gemeinschaft bewältigt werden kann. 2.000 km liegen vor uns, zwei Wüsten (Great und Little Sandy Desert) mit vielen zu überquerenden Dünen (bis zu 1.500 werden geboten) liegen vor uns und niemand weiß, wie lange wir brauchen werden. Immerhin gibt es auf halber Strecke eine Community mit Tankstelle. 

Heute lassen wir es noch mal langsam angehen, zwischen dem Aufstehen und dem Losfahren liegen 3 1/2 Stunden. Zeit zum Lesen, Zeit für Spiele auf dem iPad. Das Abbauen und Zusammenpacken nimmt nur einen Bruchteil der Zeit in Anspruch. Kurz vor sechs - die Sonne schickte bereits erste warme Strahlen, ohne die Luft zu erwärmen - hatte es 8 Grad C, als dann die Sonne etwas höher stand, waren es schnell doppelt so viele und bei der Abfahrt kann ich locker auf das Hemd verzichten.
Auf halber Strecke nach Halls Creek liegt das nächste Roadhouse, Warnum, dort ist unser erster Halt vereinbart. Es trifft sich gut, dass dort gerade Kraftstoff angeliefert wird, dadurch kommen wir mit dem Trucker ins Gespräch. Er zeigt uns dann, auf welch kleinem Raum er mit diesem Ungetüm mit immerhin drei Einheiten drehen kann. Leider ist es mir nicht gelungen, ihn dabei zu filmen, weil ich den virtuellen Knopf nicht richtig gedrückt habe.
Kraftstoffanlieferung Warnum Roadhouse
Der Highway unterliegt Verbesserungsmaßnahmen, sprich, wir müssen eine Baustelle passieren. 8 Kilometer, also nichts besonderes, fahren wir neben der eigentlichen Fahrbahn, die aber nicht mehr existiert, her.
Black Falcon


ÖPNV anno dazumal
In Halls Creek tanken wir. beide Fahrzeuge haben im Schnitt weniger als 10 l auf 100 km gebraucht, seit wir von K. losgefahren sind (35,77 und 35,52 l haben in die jeweiligen Tanks gepasst).
Nach dem Settle gehen wir noch mal ins den Ort, ich möchte noch ein paar Datteltomaten kaufen, die sind gestern vergessen worden, und Georg sucht nach einem USB-Kabel. Klappt alles.
Nach dem Abendessen und vor dem Spülen gibt es eine Aussprache mit Planung für morgen. Dann wird es schnell ziemlich kühl, um 20.00 Uhr Ortszeit ist die Lufttemperaturen bereits auf 17 Grad C gefallen, also ist Zeit ins Bett zu gehen.

Unsere Position heute ist 18-13-39 / 127-40-3 / 420m

Thursday, August 29, 2019

Doon Doon Roadhouse, 29. August

Inzwischen ist zwar schon der 30., aber nicht in Europa...

Eben habe ich alles, was ich am Nachmittag getippt habe, gelöscht - natürlich nicht absichtlich, aber ärgerlich ist das schon. Es gibt in den Notizen auch weder eine „sind Sie sicher“ Abfrage noch ein Rückgängig. 

Am Sonntag um kurz vor fünf beginnt die Dämmerung und dann kommt auch schon bald die Sonne raus. Das ist etwas ungewohnt seit den letzten vier Wochen. Langsam kommt Leben auf den Platz. Die anderen haben sich heute Nacht durch die Feiergesellschaft gestört gefühlt, ich habe nichts davon mitbekommen. 
Nachdem wir uns in Kununurra für einen Stellplatz auf Ivanhoe entschieden und den auch gleich gebucht haben, fahren wir zusammen zum Ivanhoe Crossing und machen dort Aufnahmen. Viele andere haben die gleiche Idee, so muss man sich anstellen, um rüberfahren zu können. 
Eigenartige Preispolitik beim Ivanhoe Village Caravan Park: Unpowered kostet 17 $ pP, powered 35 $ für zwei Personen, also nur 1 $ mehr. Dazu kommt, dass es für powered ein „stay 4 nights, pay 3“ Angebot gibt, für unpowered aber nicht und dass zweitens die Plätze ohne Stromanschluss ganz in der Sonne liegen, wir aber zwei wunderbar schattige Plätze belegen.
Wäsche waschen und aufhängen, tippen und ganz allgemein „rumbosseln“, Wäsche wieder abhängen, ganz schnell vergeht der Nachmittag.
Heute gibt es das erste gemeinsame Abendessen, wenn auch nicht alle von Äpfeln mit Reis und Zwiebeln begeistert sind.

Unsere heutige Position ist 15-46-14 / 128-43-52, also nur unwesentlich anders als gestern, aber 50 m höher. Das bleibt natürlich so für die nächsten Tage.

Am Montag besuchen wir zu Fuß Kununurra und vergnügen uns in verschiedenen Geschäften. Ansonsten ist wie gestern Rumhängen, schwimmen im Pool, Daddeln und Unterhaltung angesagt. Zum Essen gibt es ein Dreigängemenu: Bunter Salat; Möhren mit Pasta an glasierten Zwiebeln und Datteltomaten und danach Honigmelone vom lokalen Produzenten. Dazu haben wir einen südaustralischen Shiraz.
Wir sind inzwischen schon so an die hiesigen Verhaltensweisen angepasst, dass wir alle um halb neun im Bett sind.

Denn schon um 5 klingelt am Dienstagmorgen der Wecker. Bereits um 05.30 Uhr steht vorne an der Pick Up Area der Bus bereit, der uns zum Flughafen bringen soll. Aber wir müssen warten, denn ein Ehepaar, das einen anderen Flug gebucht hat, fehlt noch. In ihren Unterlagen steht, dass sie um 6 abgeholt werden. Dumm gelaufen.
Und so sitzen wir erst um Viertel nach sechs in dem siebensitzigen Flieger, der uns über den Lake Argyle nach Purnululu und über die Argyle Diamond Mine zurück nach Kununurra bringen soll. Lake Argyle ist beeindruckend, vor allem, wenn man sich vor Augen hält, dass der Damm, der diesen riesigen Stausee erzeugt hat, nur knapp 100 m breit ist. Welche Folgen der Damm für die Ureinwohner und die Fauna hatte, lässt sich denken. So hat der Ord durch die Regulierung seine wechselnden Wasserstände verloren, sacred spots der Miriguma people sind dauerhaft überschwemmt, dafür gibt es keine Barramundi mehr - ein traditionelles Essen der lokalen Aboriginals. Heutzutage hängen sie in Ansiedlungen wie hier herum und berstreuen die leeren (Bier-) Dosen in der Gegend und werfen die Weinflaschen hinterher. Sehr traurig! Bungle Bungle dagegen ist aus der Luft eher enttäuschend. Von unten sind die Hügel wirklich beeindruckend und auch der Bischof von Broome hat in seiner Osterpredigt 2013 begeistert von seiner Woche im Nationalpark mit Überflug berichtet, aber von oben fehlt doch das Flair. Vielleicht liegt das auch an unserem Piloten, der ziemlich hoch geflogen ist. Beim Anflug auf den Flugplatz in K. überfliegen wir Ivanhoe Crossing, das ist ein nettes Add On. 
Später sind wir wieder in Kununurra, Georg, Brigitte und ich machen einen Ausflug zu Kelly‘s Knob, um von dort oben den Ausblick auf K. und die Umgebung zu genießen. Zwei Jungs, einer aus Estland, einer aus Belgien, sprechen uns an und wir können Ihnen Tipps geben für ihre geplante Reise über die Gibb River Road und weiter nach Westen.
Kununurra von Kelly‘s Point aus gesehen. 
Mittwoch ist noch mal ein Ruhetag. Für Georg ist der wahrscheinlich zu viel, aber wir brauchen diese paar Tage zum Ausruhen, Luft holen und zur Ruhe kommen. Kurz vor dem Beginn des Kochens, die Zutaten sind schon geschnitten, der Salat ist gerichtet, der Zitronensaft steht bereit, stelle ich fest, dass eine der zwei eingeplanten Avocados schlecht ist. Also gehe ich zu IGA und kaufe eine neue. Zumindest kann mir niemand mangelnden Einsatz vorwerfen.

Heute morgen stehen wir wie üblich kurz nach fünf auf, frühstücken und packen alles zusammen, um dann zu warten, bis um 09.00 Uhr Coles aufmacht, denn wir müssen alles einkaufen, was wir für die nächsten drei Wochen brauchen. Warum wir das nicht schon gestern gemacht haben? Weil wir die Zelte nicht zusammenklappen wollten.
Nach zwei Stunden ist alles eingekauft und in die Autos geladen, jetzt müssen wir warten, bis das „Thirsty Camel“ um 12.00 Uhr seine Pforten öffnet. Die drei örtlichen Liquorshops dürfen erst Mittag aufmachen, Verordnung der Stadtverwaltung. Und es gibt nur eine Packung Bier pro Person und Tag.
Viertel nach 12 sind wir unterwegs zu unserem heutigen Tagesziel, dem Doon Doon Roadhouse auf 16-18-30 / 128-14-50 / 130m. Eine nagelneue Campkitchen mit guten Geräten, aber (noch) ohne Ausstattung erwartet uns und macht es uns leicht, uns zu einer kostenlosen Sunsettour anzumelden. Allerdings findet sie, obwohl angekündigt, nicht statt, die beiden Führerinnen mussten zu einer Beerdigung nach Wyndham. Aber wir bekommen den Ford Falcon des Landlords und eine Wegbeschreibung. Der Blick ist wirklich großartig und die Kletterei, um den Berg zu erklimmen, macht mir viel Spaß.
Zusammen wird gekocht, dann essen wir zusammen unbelebten uns bald ins Bett, denn es ist frisch heute Abend. Nun ja, wir sind wieder 80 km weiter im Süden.
Sunset near Doon Doon

Sunday, August 25, 2019

Samstag, 24. August

Viel haben wir heute nicht vor, mag sein, dass ich deshalb „verschlafen“ habe, erst um 7 wache ich auf. Mit dem üblichen Morgenablauf wird es 10 vor 9, bis wir - ausnahmsweise als letzte - den Campground verlassen.
Die Lagune beim Headquarter ist fast eingetrocknet und deshalb sind auch nur sehr wenige Tiere da - und die haben ob ihrer hohen Fluchtdistanz nichts besseres zu tun als bei unserer Ankunft wegzuhoppeln bzw. -fliegen. 

Der Quaratine Control an der Grenze zu Western Australia (WA) fallen die restlichen Kräuter aus Montville zum Opfer „They may not be dry enough.“ Durch die Zeitumstellung, NTzeit ist 1 1/2 Stunden vor WAzeit, haben wir scheinbar gewonnen, dafür geht die Sonne fast diese 1 1/2 Stunden früher unter heute z.B. um 17:13h. 
Sonnenuntergang in Wyndham
Erst in Kununurra fällt uns auf, dass heute Samstag ist. Außerdem ist in Wyndham Pferderennen, hoffentlich bekommen wir einen Platz für unsere Übernachtung. Wir kaufen ein paar Lebensmittel, erkundigen uns in der Visitor Information - die ich als viel größer in Erinnerung hatte - nach dem Zustand der Parry Creek Road (ist gut) und fahren weiter. Am zweiten Teil des Ivanhoe Crossing spielt eine Familie im Wasser, mitten auf der Straße. Dass es hier die gefährliche Art Krokodile gibt und dass sie auf einer Straße sind, kümmert sie nicht, sie haben ja auch ihr Auto mittendrin geparkt. Ich komme gerade so vorbei. 
Gut ist anders, aber der Zustand der Straße ist gut erträglich. Nach knapp einer Stunde steht ein Mercedes Sprinter oder so am Rand, der Hinterreifen fehlt, die Felge ist noch drauf. Da sehe ich mich veranlasst zu helfen. Das allerdings gestaltet sich schwierig, denn erstens haben die beiden „aged people“ keine Ahnung und zweitens wollen sie bei allem mitreden. Mit dem Jack komme ich zurecht, aber dann fehlt der passende Schlüssel um die Radmuttern zu lösen, unserer passt nicht. Ich will schon aufgeben, da hält Brigitte einen vorbeifahrenden Wagen an, der Fahrer sagt nicht viel, sondern holt seinen Akkuschlagschrauber heraus und, als das nicht reicht, Rostlöser und einen Hebel und schon ist der alte Reifen runter. Jetzt weiß allerdings erstmal niemand, wie man den Ersatzreifen unter dem Wagen losbekommt. Doch auch das lässt sich mit vereinten Probieren lösen. 
Als wir beim Marglu Billabong ankommen, steht dort der andere Helfer, der mit dem Schrauber, und ist dabei, seinen Reifen zu wechseln. Ich helfe auch hier und werde mit einem Bier und einem Gespräch belohnt. 
Das Billabong bietet einer großen Zahl von Vögeln einen Lebensraum. Sogar ein Salty soll hier eingeschlossen sein, das lässt sich aber nicht sehen.
Dann sind wir in Wyndham und checken auf dem örtlichen Campingplatz ein. Nach dem Zeltaufbau muss ich zuerst den Staub der verschiedenen Aktionen abwaschen.

Während der Vorbereitungen zum Abendessen meldet sich Georg, sie sind auf dem Weg nach Kunanarra. Dann stellt sich heraus, dass beim Ivanhoe-Platz, den wir favorisieren, das Büro geschlossen hat, also kommen sie nach Wyndham. Essen können wir ihnen jetzt allerdings nicht mehr bieten.

Unsere heutige Position ist 15-28-52 / 128-6-50 auf Meereshöhe. 

Freitag, 23. August

Wir lassen uns heute viel Zeit, dabei war ich schon um 6 zum Duschen gegangen. Die vielen Vögel in den - für Aufnahmen viel zu hohen - Bäumen brauchen viel Aufmerksamkeit, das geht an anderem verloren. So wird es acht, bis ich ans Zusammenpacken denke. 
Gestern habe ich für die Strecke von Top Springs bis zum Viktoria Hwy den Reifendruck abgesenkt, das wollen wir jetzt rückgängig machen. Aber weder die Tankstelle beim Hotel noch die nebenan haben einen Anschluss dafür. Eine Nachfrage bestätigt das, ich muss zu einer Werkstatt. Na gut, aber so leicht ist sie nicht zu finden. Timber Creek ist doch größer als erwartet.
Die Zebra Rock Mine hat geöffnet! Zum ersten Mal, seit wir hier her kommen und von den Steinen wissen, hat die Mine offen. Also verlassen wir den Viktoria Hwy und fahren hin zum Empfang. Um selbst einen Stein aus dem Berg holen zu können, unter Anleitung natürlich, müssten wir zwei Stunden warten. Dazu sind wir nicht bereit und so bleibt es bei Einkäufen.
Ein paar Kilometer später sind wir im Keep River National Park und dort auf dem Weg zum Jarnem Camp Ground, unserem heutigen Ziel. Die Straße, oder besser der Track, ist in einem erbärmlichen Zustand, das war sie zwar schon immer, aber es hätte sich ja was ändern können. Dafür ist der Walk zum Outlook und zu Nibli Gap um so schöner.

Dann erwartet uns wieder einer dieser unübertrefflichen Sternenhimmel, wie ich sie eigentlich nur hier erlebt habe. Es gibt eben keinerlei störende Lichter in der Umgebung.

Erstaunlich, was so ein paar Minuten weiter südlich ausmachen: Es ist schon wieder etwas kühler als gestern, schon kurz nach acht muss ich was überziehen. Das lass ich aber bleiben und krieche lieber bald in meinen Schlafsack. 

Unsere heutige Position ist 15-45-46 / 129-5-57 auf 30m Höhe.
Am Jarnem Campground

Thursday, August 22, 2019

Donnerstag, 22. August

Acht Kilometer nördlich Dunmara verlassen wir den Stuart Hwy schon wieder, um auf den Buchanan Hwy Richtung Westen abzubiegen. Er führt uns direkt nach Timber Creek. Dazwischen ist nur eine Art Roadhouse, Top Springs. Der Buchanan Hwy ist auf dem ersten Teil so gut in Schuss, wie ich es in Erinnerung hatte. Zwischendurch sind Straßenarbeiten, aber es ist für mich nicht zu erkennen, was die Arbeiter vorhaben.
In Top Springs gab es offensichtlich eine Änderung in der Führung: Camper sind inzwischen willkommen und es kommen sogar Gruppen zum Übernachten (eg Variety).
Das nächste Teilstück von Top Springs bis zur Jasper Gorge ist dagegen viel besser, als ich meinte, auch wenn Brigitte es als „very rough“ bezeichnet. Der Campingplatz am südlichen Rande der Jasper Gorge ist jetzt eine „Day Use Area“, dafür gibt es am anderen Ende, also im Norden, eine Campingarea, die allerdings geschlossen hat. Genauer, die Zufahrt ist geschlossen. Das stört uns nicht und wenn wir hier hätten bleiben wollen, hätten wir eben die dua angesteuert.

Dann liegen 399 km Gravel hinter uns, wir haben den Viktoria Highway erreicht und sind nur noch 28 km von unserem Tagesziel entfernt. Das Handy beginnt in rascher Folge zu brummen, wir haben wieder ein Netz.
Der Campingplatz ist so, wie er war, auch der große Boab steht noch, mehrere Dutzend Little Corellas führen ein Riesengeschrei vor und es riecht nach Flying Foxes. Der Stellplatz wird uns zugewiesen, immerhin darf ich Puh mit der Nase in den - inzwischen fast eingeschlafenen - Wind stellen, das ist wichtig fürs Kochen. 

Unsere heutige Position ist 15-39-42 / 130-28-51 (20m). 



Mittwoch, 23. August

Ich bin noch immer auf Queenslandzeit geeicht und Wache deshalb auf, als es noch ganz dunkel ist - soweit man bei diesem noch immer sehr leuchtstarken Mond und der Beleuchtung am Roadhouse von Dunkelheit reden kann. Eine Lampe zu verwenden wäre Verschwendung, wenn man nicht gerade lesen will.

Elliot auf dem Weg ach Norden ist eine Community mit Laden und Roadhouse und mobiler Überdeckung. So kann ich mit Georg und Werner telefonieren. Sie sind in Wyndham und wollen heute nach Kunnanara, um einzukaufen und morgen dann Richtung Mitchell River aufbrechen. Georg fragt, ob Kalumburu ein Muss ist. Es ist schön dort, zumindest empfinde ich es so, aber ein Muss ist es sicherlich nicht, schon gar nicht, wenn man wie Werner und Georg ein wenig zeitlich unter Druck steht. Ich kündige an, dass wir die nächsten Tage wohl nicht erreichbar sein werden.

Das Roadhouse Dunmarra erreichen wir um 1/2 12 NT-Zeit und nach dem Tanken (mit 1,84 $ / l der bisher höchste Preis, den wir zu bezahlen hatten) checken wir auch gleich hier ein. Eine kurze Etappe schadet nicht und wir liegen inzwischen ja gut im Zeitrahmen. Nachmittag und Abend vergehen wie im Fluge.



Unsere heutige Position ist 16-40-50 / 133-24-51 (20m). 

Dienstag, 20. August


Jetzt ist es passiert, (erst) zum zweiten Mal haben wir auf dem Campingplatz keine mobile Verbindung. Also kann ich heute nichts posten und wir sind auch nicht erreichbar.

Von Georg und Werner gibt es seit Freitag, als sie in Jabiru eingecheckt hatten, keine Nachrichten, nicht auf Facebook, nicht per Mail, aber auch nicht telefonisch oder über Whatsapp. Wahrscheinlich sind sie ähnlich im elektronischen Outback verschollen.

Nach weiteren 200 km nach Westen sind wir bei Three Ways nach Norden abgebogen, nicht ohne vorher noch in Tennant Creek einen Spaziergang gemacht zu haben. Aber die „Devils Marbles“ sind uns zu weit im Süden und die „Pebbles“ haben wir schon ausreichend gewürdigt. 
Und so sind wir nun in Renner Springs gelandet. Der Caravanplatz ist sehr schön, mit viel Gras, die Ammenities sind erstaunlich gut. Und der Wind kommt nach wie vor aus Süden mit 35 bis 45 km/h. Wenigstens scheint er etwas wärmer zu sein, außerdem ist direkt neben uns ein kleiner Schuppen, der gibt notfalls Schutz, wenn es zu arg werden sollte. Allerdings stellt sich da später ein junges Paar davor, damit ist der Platz für uns nicht mehr nutzbar. Es geht auch so.
Beim Fotografieren werde ich von zwei der platzeigenen Gänse angegriffen, ich bin ihnen wohl zu nahe gekommen. Dabei hatte ich ein ganz anderes Ziel im Auge: Ein Pärchen Wood Swallows. Die machten sich inzwischen davon. 


Unsere heutige Position ist 18-19-7 / 133-47-44 / 260m.